Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Nord-

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Inhalt: Lotswesen

Lotsentender im Einsatz in der Außenelbe  

Die GDWS Ast. Nord ist Aufsichtsbehörde für das Seelotswesen in den vier Seelotsrevieren:

  • Elbe
  • Nord-Ostsee-Kanal I 
  • Nord-Ostsee-Kanal II, Kieler Förde, Trave und Flensburger Förde
  • Wismar, Rostock und Stralsund

Die derzeit 750 deutschen Seelotsen, die sich in sieben Brüderschaften organisieren, sorgen rund um die Uhr mit einer professionellen Beratung der Schiffsführung in schwierigen Gewässern für die Sicherheit der Schifffahrt und damit für einen stetigen Zulauf zu den deutschen Seehäfen.

In Rostock-Warnemünde unterhält die GDWS Ast. Nord eine Außenstelle für das Seelotswesen. Zu den Aufgaben gehört insbesondere die Ausübung der Rechtsaufsicht über die Selbstverwaltungsangelegenheiten der einzelnen Lotsenbrüderschaften in den Seelotsrevieren. Die Satzungen und die Börtordnungen der Brüderschaften bedürfen der Genehmigung der GDWS Ast. Nord. Weiterhin erarbeitet die GDWS Ast. Nord Vorschläge für Änderungen der Regelungen des Seelotswesens und ist selbst verantwortlich für das Erlassen der

In diesen Revierlotsverordnungen werden u.a. die Lotsannahmepflicht für die Schifffahrt und die Befreiungsmöglichkeiten von der Lotsannahmepflicht geregelt. Die GDWS Ast. Nord ist ferner zuständig für die Abnahme von Prüfungen und Erteilung von Erlaubnissen zur gewerbsmäßigen Ausübung der Tätigkeit eines Seelotsen über See (Überseelotsen für den Bereich Ostsee und Nordsee/ Englischer Kanal) oder auf den Seeschifffahrtsstraßen ihres örtlichen Zuständigkeitsbereiches, die kein Seelotsrevier sind. 

Ein Seelotse geht an BordEbenfalls gehört es zur Aufgabe der GDWS Ast. Nord, die Bewerbungen von Seelotsanwärtern zu bearbeiten, Bewerber unter Berücksichtigung des Verkehrsaufkommens und des Personalbestandes im Benehmen mit den jeweiligen Lotsenbrüderschaften als Seelotsenanwärter zuzulassen und diese nach einer achtmonatigen Ausbildung bei den Lotsenbrüderschaften zu prüfen und zu bestallen. Die GDWS Ast. Nord überwacht nach der Bestallung die Erfüllung der Berufspflichten und die weitere körperliche und geistige Eignung der Seelotsen und ist befugt, die Berufsausübung vorübergehend oder auf Dauer durch einen etwaigen Bestallungsentzug zu untersagen.

Nach dem Seelotsgesetz ist die GDWS Ast. Nord zudem damit beauftragt, die Infrastruktur für ein funktionierendes Seelotswesen bereitzustellen. Dazu gehören seewärtige und landseitige Einrichtungen wie Lotsversetzschiffe und Lotsenstationen. Finanziert werden diese Infrastrukturmaßnahmen durch die öffentlich-rechtliche Lotsabgabe, die von der Schifffahrt erhoben wird. Soweit der Betrieb der Seelotseinrichtungen auf die Bundeslotsenkammer (welche wiederum den Lotsbetriebsvereins beauftragt hat) übertragen worden ist, übt die GDWS Ast. Nord auch in diesem Bereich die aufsichtsbehördliche Überwachung und die Kontrolle einer wirtschaftlichen und sparsamen Mittelverwendung aus. In Fällen, bei denen Vorhaltung, Betrieb und Unterhaltung der Seelotseinrichtungen an einen Dritten übertragen werden, sind entsprechende öffentliche Vergaben durchzuführen.

Das Einkommen der Seelotsen wird durch das Lotsgeld bestritten. Die dem zugrunde liegenden Lotstarife (Lotsgeldtabellen) werden von den GDWSen bilanziert und durch Vorschläge zu deren Fortschreibung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur weiter entwickelt. Die regionale Ausgestaltung der Lotsgeldtabellen obliegt dabei den GDWSen. Lotsgeld und Lotsabgaben werden für die Seelotsreviere im Zuständigkeitsbereich der GDWS Ast. Nord von ihrer Schifffahrtsabgabenstelle erhoben. Siehe

Die eingenommenen Lotsgelder werden an die entsprechenden Brüderschaften weitergeleitet. Diese Aufgabe wird zentral in der Schifffahrtsabgabenstelle der GDWS Ast. Nord wahrgenommen.