Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Nord-

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Inhalt: Notschleppkonzept

Im Rahmen des Projektes „Verbesserung der Maritimen Notfallvorsorge“ wurde das Notschleppkonzept für die Nord- und Ostsee erarbeitet und befindet sich nach der Fertigstellung am 31.05.2001 zur Zeit in der Umsetzung.

Das Notschleppkonzept sieht als langfristige Lösung die Stationierung von 3 Notschleppern in der Nordsee und 5 Notschleppern in der Ostsee auf zugeordneten Bereitschaftspositionen vor, wobei die bundeseigenen Mehrzweckschiffe nach Um- bzw. Neubau einen integralen Bestandteil darstellen:

Das Notschleppkonzept sieht folgende Bereitschaftspositionen vor:

Nordsee
Bereitschaftsposition 1:        nördlich von Norderney
Bereitschaftsposition 2:        südwestlich von Helgoland
Bereitschaftsposition 3:        südwestlich von Süderoogsand

Ostsee
Bereitschaftsposition 1:        Kieler Förde
Bereitschaftsposition 2:        nördlich Hohwachter Bucht
Bereitschaftsposition 3:        Warnemünde
Bereitschaftsposition 4:        Saßnitz
Bereitschaftsposition 5:        Karlshagen (Usedom)

Die Bereitschaftspositionen sind so festgelegt, dass in definierten, statistisch ermittelten Risikobereichen das Erreichen eines Havaristen innerhalb von zwei Stunden nach Bekanntwerden eines Notfalles gewährleistet und Hilfe für ein manövrierunfähig in See treibendes Schiff zur Abwehr von Gefahren für die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffverkehrs sowie zur Verhütung der von der Schifffahrt ausgehenden Gefahren und schädlichen Umwelteinwirkungen geleistet werden kann. Unterstützt wird das System durch ein vorzuhaltendes Boarding Team, welches im Notfall eine sichere Schleppverbindung zwischen Schlepper und Havaristen herstellen soll.

In der Nordsee ist mit der Charterung eines Hochseeschleppers und den bundeseigenen Mehrzweckschiffen "Mellum" und "Neuwerk" den Anforderungen des Notschleppkonzeptes Rechnung getragen.

In der Ostsee werden die vorzuhaltenden Notschleppkapazitäten neu aufgebaut. Die Umsetzung erfolgt schrittweise.

Im ersten Schritt der Umsetzung sind seit Herbst 2001 Schlepper für die Bereitschaftspositionen „Kieler Förde“ und „Warnemünde“ vertraglich gebunden. Zusätzlich wird in Warnemünde ein landgestütztes Boarding Team vorgehalten.

Zu Beginn der Schlechtwetterperiode wird ab Herbst 2002 ein weiterer Schlepper mit Stationierung in Saßnitz unter Vertrag genommen.

Komplettiert wird die Vorhaltung der Notschleppkapazitäten gemäß Konzept nach Umbau des bundeseigenen Mehrzweckschiffes "Scharhörn" mit einer entsprechenden Notschleppvorrichtung sowie nach Neubau des zweiten bundeseigenen Mehrzweckschiffes für die Ostsee.